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Wirtschaftskammer Schweiz-Bulgarien Швейцарско-Българска Стопанска Камара |
Sonntag, 11. Januar 2009 Aktuelle Wirtschaftslage und Migrationsstimmungen in Bulgarien Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung über die Weiterführung der Personenfreizügigkeit hat die renommierte Schwizer Zeitung NZZ am 11. Januar 2009 einen Artikel über die aktuelle Wirtschaftslage in Bulgarien sowie über die Migrationsstimmungen im Lande veröffentlicht. Unser Präsident Erik Strougarov hat einen wichtigen Beitrag zu diesem Artikel geleistet.
Freitag-Samstag, 18.-19. Mai 2007 Generalversammlung von Swisscham Am 18.-19. Mai 2007 fand die diesjährige Generalversammlung von Swisscham statt. Unter den prominentesten Gäste waren Bundesrätin Doris Leuthard, Osec-Präsident Rolf Jeker, Osec-CEO Daniel Küng sowie der CEO von Schweiz Tourismus Jürg Schmid. Um die Fotogalerie zu sehen, klicken Sie bitte hier.
Dienstag, 27. März 2007 Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird den Ausbau der Transportwege und der grundlegenden Infrastruktur in Bulgarien im Zeitruam 2007-2013 mit 500-700 Mio EUR jährlich unterstützen. Die Rahmenbvereinbarung setzt sich nach Angaben der EIB zum Ziel, die Basisinfrastruktur in Bulgarien zu verbessern und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Bulgarien habe einen beträchtlichen langfristigen Investitionsbedarf, den zu decken die EIB helfen werde. Das Engagement der EIB stelle sicher, dass die Projekte möglichst kosteneffizient realisiert werden. Die EIB ist nach eigenen Angaben in Bulgarien derzeit mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 1,24 Mrd EUR engagieren. Montag, 19. März 2007 Zu der Feststellung, dass bulgarische Unternehmen kaum dazu fähig sind, EU-Gelder abzurufen, gelangte die Bulgarische Wirtschaftskammer, die ihre Bereitschaft erklärte, die Kammermitglieder bei der Ausarbeitung von EU-Projekten zu unterstützen. Die regionalen Vertretungen der Wirtschaftskammer werden die Unternehmen vor Ort schulen, wie sie Mittel aus den EU-Fonds abrufen können, gab der stellvertretende Vorsitzende der Wirtschaftskammer Kamen Kolev auf einer Pressekonferenz in Sofia bekannt. Angaben der Wirtschaftskammer zufolge sind jeweils etwa 500 Mio. Euro für EU-Programme zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Einführung von modernen Umweltschutztechnologien und für die Aus- und Weiterbildung zurückgestellt worden. Dienstag, 13. März 2007 Der Präsident der Projektgesellschaft AMBO, Eduard Fergusson, hat auf der Energiekonferenz in Sofia, die heute zu Ende gegangen ist, bekannt gegeben, dass der Bau der Erdölpipeline noch im Frühjahr begonnen wird. Die AMBO managt die Einrichtung der Erdölfernleitung durch Bulgarien und Mazedonien nach Albanien. Die Ratifizierung der Konvention durch die Parlamente der drei Balkanländer stehe unmittelbar bevor, sagte Fergusson weiter. Anschliessend sollen die einzelnen Abkommen über die Transitgebühren abgeschlossen werden. Bulgarien erwartet Gewinne in Höhe von etwa 60 Mio. Dollar jährlich. Die Pipeline soll Ende 2010 in Betrieb genommen werden. Mittwoch, 21. Februar 2007 Die Staatsschulden Bulgariens belaufen sich zum Ende des Januars 2007 auf 6,2 Milliarden Euro. Das gab die Bulgarische Nationalbank BNB bekannt. Die Auslandsschulden betragen sich auf 4,7 Milliarden Euro, die innere Verschuldung etwa 1,5 Milliarden Euro. Der Schuldenberg Bulgariens ist im Vergleich zum Vormonat um eine Million Euro gesunken, erläuterte das Finanzministerium in Sofia. Montag, 19. Februar 2007 Aus der zitierten Analyse der Beratungsfirma "Ernst and Young" wird ersichtlich, dass Bulgarien trotz der steigenden ausländischen Investitionen immer noch nicht zu den weltweit attraktiven Investitionsstandorten gehört. Bulgarien brauche dringend eine umfangreiche Kampagne für die Verbesserung seines Ansehens, raten die Experten. Die EU-Mitgliedschaft seit Januar 2007 ist ein wichtiger Faktor für die ausländischen Investoren, aber bei weitem kein Vorteil im Vergleich zu anderen osteuropäischen Ländern, heisst es weiter. Freitag, 9. Februar 2007 Die vier Zigarettenfabriken des bulgarischen Tabakkonzerns Bulgartabac sollen auf der Börse verkauft werden, berichtet die Sofioter Tageszeitung „Sega“. Dabei handelt es sich um die Fabriken in Sofia, Blagievgrad, Plovdiv und Stara Zagora. Diese Privatisierungsmöglichkeit soll jedoch zuvor vom Konzernvorstand und dem Wirtschaftsministerium erörtert werden. Unterdessen hat der Aufsichtsrat des Konzerns beschlossen, die Anteile von Bulgartabac in fünf Tochterunternehmen in Sofia, Blagoevgrad, Plovdiv, Stara Zagora und Pleven zu verkaufen. Die Bulgartabac-Aktien in der Fabrik in Goze Deltschev sollen auf der Börse angeboten werden. Dienstag, 6. Februar 2007 Die meisten Fluggästen, über 2 Millionen, gingen durch den Flughafen in Sofia. In diesem Jahr erwartet man eine Steigung im Flugverkehr um etwa 15%. Im vergangenen Jahr verzeichnete man einen leichten Rückgang bei den Charterflügen nach Varna, an der nördlichen Schwarzmeerküste. Burgas dagegen verzeichnete einen Zuwachs von fast 10%. Beide Flughäfen, die seit Herbst letzten Jahres unter Konzession von Fraport genommen wurden, haben fast 3 Millionen Fluggäste abgefertigt. Die Besucher der Wintersportorte fliegen über Sofia nach Borovez, Bansko und Pamporovo. Im vergangenen Herbst sind ausserdem die letzten drei russischen Flugmaschinen vom Typ Tupolew 154 ausser Verkehr gezogen. Freitag, 2. Februar 2007 Mit drei Milliarden Euro in den letzten 15 Jahren ist Österreich Investor Nummer eins in Bulgarien. Das berichtete der Geschäftsführer der Investitionsagentur, Stojan Stalev. Deutschland steht nach Österreich, Holland, Griechenland und Grossbritannien auf Platz fünf. Am 15. Februar werden die Botschafter dieser und anderer Länder, die in Bulgarien investiert haben, bei der fünften internationalen Finanzmesse in Plovdiv ausgezeichnet. Die grössten Investitionen wurden in Immobilien, den Finanzbereich, sowie in den Bereich der Telekommunikationen, des Verkehrs und Tourismus angelegt. Nach wie vor wird in diese Sektoren investiert werden, dabei müsste die Industrie aber stärker in den Vordergrund gerückt werden. Bislang sind etwa 24% Auslandskapital in die Industrie geflossen. Stalev bezeichnete Belgien und Deutschland als die wichtigsten Partner des Landes. 90% der Investitionen aus Grossbritannien waren für den Immobilienmarkt bestimmt. Mittwoch, 31. Januar 2007 Dienstag, 30. Januar 2007 Die Baufirma FCC (Fomento de Construcciones y Contratas) wurde mit der Projektierung und dem Bau der Zweiten Donaubrücke beauftragt. Dies teilte heute das bulgarische Bauministerium mit. Die Bauaufsicht wird vom französich-englischen Konsortium der Firmen INGEROP und Hight-Point Rendel übernommen. Das Angebot von FCC war mit knapp 100 Millionen Euro das günstigste unter den Bewerbern für das Projekt. Die spanische Firma wird auch den Vorschlag einer möglichen Konstruktion der Brücke vorstellen. Dabei muss sie bestimmte Parameter, die vom bulgarischen Bauministerium angegeben werden, einhalten. Die Technologie der Ausführung und das Material für die Konstruktion aber werden von der spanischen Firma bestimmt. Donnserstag, 25.Januar 2007 Die Autobahn zwischen der bulgarischen Hauptstadt Sofia und der Schwarzmeerstadt Burgas soll bis Ende 2009 fertig gestellt werden. Die Strecke, die von Sofia westlich zur serbischen Grenze bei Kalotina führt, soll ein Jahr später gebaut werden. Darüber berichtet die Sofioter Tageszeitung "Trud" in ihrer heutigen Ausgabe. Diese Fristen sind im Abkommensentwurf der bulgarischen Regierung mit dem portugiesischen Inhaber der Konzessionsrechte auf der Autobahn enthalten. Donnerstag, 18. Januar 2007 Einem Bericht der Elektronikausgabe „Mediapool“ zu Folge, haben seit Beginn des Jahres 13 ausländische Brokerfirmen und acht Versicherungsgesellschaften einen Antrag auf die Zulassung für den bulgarischen Markt bei der Kommission für Finanzaufsicht gestellt. Dies teilte heute der Vorsitzende der Kommission, Apostol Apostolov, mit. Binnen eines Monats soll eine Entscheidung ergehen. Man hat noch nicht die Namen der Firmen bekanntgegeben. Es ist aber bekannt, dass zwölf von ihnen aus England, eine aus Tschechien, drei aus Deutschland, zwei aus Irland und eine aus Österreich stammen. Eine bulgarische Firma habe auch eine Arbeitsgenehmigung für England beantragt. Freitag, 12. Januar 2007 Der Verband der Immobilienagenturen in Bulgarien hat bekannt gegeben, dass fünf grosse internationale Hotelketten in Bulgarien bauen wollen. Darunter seien Holiday Inn und Hyatt. Beide Ketten untersuchen den bulgarischen Markt seit einigen Jahren, hiess es. Auch eine grosse französische Makleragentur sei an Bulgarien verstärkt interessiert, sowie zwei grosse Hotelketten, die insbesondere in Winterorte investieren. In den letzten zwei Jahren habe sich der bulgarische Markt für Touristen und Anleger aus neuen Ländern geöffnet; diese könnten die traditionellen Investoren aus England und Irland verdrängen. Die spanische Ferry Group wolle beispielsweise eine Golfanlage bauen. Ebenfalls spanische Investmentfonds seien am Bau von Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Bulgarien interessiert. Spanische Gesellschaften haben im vergangenen Jahr Baugrundstücke an der bulgarischen Schwarzmeerküste gekauft. Mittwoch, 3. Januar 2007 Der Zuwachs der bulgarischen Wirtschaft wird in 2007 höchstwahrscheinlich über 6% betragen. Das zeigten die Prognosen der Spezialisten. Ihrer Meinung nach wird auch die Bedeutung der von der EU finanzierten Projekte mit der Zunahme des BIP weiter zunehmen. Dies zeigten die Analysen der Bank Austria Kreditanstalt und des Internationalen WährungsFonds (IWF). Neben den traditionellen Wachstumsfaktoren spiele auch die Grösse der Kredite eine wichtige Rolle. Die höchsten Erwartungen haben Dimitar Chobanov aus dem Institut für Marktwirtschaft und Agatha Urbanska aus der ING Bank, die mit einem Zuwachs von 6,5% rechnen. Donnerstag, 28. Dezember 2006 Über 4500 deutsche Firmen beteiligen sich am Wirtschaftsaustausch in Bulgarien. 1200 davon haben ihren Standort bereits nach Bulgarien verlegt. Diese Angaben veröffentlichte die Deutsch-bulgarische Industrie- und Handelskammer DBIHK in Sofia. Die Produktionskosten sind niedrig, die Körperschaftsteuer beträgt 15 Prozent, die monatlichen Durchschnittslöhne erreichen knapp 200 Euro, die Infrastruktur ist gut ausgebaut und die Währung, die an den Euro gekoppelt ist, ist sicher. Diese Gründe für die Standortentscheidung Bulgarien ist in der Untersuchung der DBIHK am häufigsten genannt worden. Der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer zufolge "sind mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen in Bulgarien mit ihrer Geschäftsentwicklung zufrieden und ungefähr sechzig Prozent wollen diese ausweiten". In erster Linie handelt es sich um Vertriebsbüros, doch die Zahl der im Land produzierenden Unternehmen wächst schnell. In Bulgarien wird qualifiziertes und leistungsbereites Personal bereits knapp. In der Hauptstadt Sofia lässt sich der Bedarf nicht mehr decken. Donnerstag, 21.12.2006 Bulgarien wird zum Jahreswechsel der EU mit einem Staatsbudget beitreten, das einen Überschuss in Millionenhöhe vorsieht. Das sagte Finanzminister Plamen Orescharski, nachdem das Parlament in Sofia den Etat für 2007 verabschiedet hatte. Mit einer Senkung der Gewinnsteuer für Unternehmen auf 10% schaffe der neue Staatshaushalt ein „günstigeres Umfeld“ für die Wirtschaft. Dieser Steuersatz werde der niedrigste in der EU sein, betonte Orescharski. Vorgesehen für 2007 sind Staatseinnahmen von 14,5 Mrd BGN (7,43 Mrd EUR) und Ausgaben von 14,4 Mrd BGN (7,38 Mrd EUR) bei einem Bruttoinlandsprodukt von 51 Mrd BGN (26 Mrd EUR). Ausgegangen wird von einem Wirtschaftswachstum von 5,8% und einer durchschnittlichen Jahresinflationsrate von 4,4%. Der erste Beitrag des Landes für seine EU-Mitgliedschaft beträgt 634 Mio BGN (325 Mio EUR). Dienstag, 19. Dezember 2006 Zwischen zwei und vier Mal ist die Zahl der Immobiliengeschäfte im letzten Monat des Jahres angestiegen, berichtet die heutige Ausgabe der Sofioter Tageszeitung „Sega“. Im Vergleich zu anderen Jahren verzeichnen die Immobiliengeschäfte einen unerwarteten Boom. Der Boom umfasst alle Bereiche - von Wohnungen über Baugrundstücke bis hin zu Grundstücken für Investitionsprojekte. Die Immobilienagenturen nennen drei Hauptgründe für diese Entwicklung, die drastische Erhöhung der Steuerschätzungen für Immobilien und der Notargebühren ab dem 1. Januar, die um etwa 20% steigen werden, sowie die Grosszahl an zurückgezogenen Angeboten in Erwartung steigender Immobilienpreise nach dem EU-Beitritt Bulgariens. Donnerstag, 30. November 2006 Der Immobilienverkauf an ausländische Staatsbürger zeichnet sich als das attraktivste Geschäft in diesem Jahr ab. Darüber berichtet die Sofioter Tageszeitung "Trud". Bis Ende Oktober haben Ausländer insgesamt mehr als 1 Milliarde Euro für ein Grundstück, Haus oder eine Wohnung in Bulgarien hingeblättert. Die Summe macht etwa ein Drittel der Gesamtinvestitionen in Bulgarien aus, die sich bis Jahresende auf etwa 3 Milliarden Euro belaufen werden. Diese Angaben machte der Chef der bulgarischen Agentur für ausländische Investitionen, Stojan Stalev. Mittwoch, 8. November 2006 Die ausländischen Investitionen in Bulgarien können in diesem Jahr 2,3 Milliarden Euro überschreiten. Das behauptete der Vorsitzende des parlamentarischen Haushaltsausschusses, Peter Dimitrov. Der grösste Zuwachs wird erneut im Tourismus erwartet. Im kommenden Jahr erwartet Dimitrov, dass die ausländischen Investitionen auf 2,7 Milliarden Euro ansteigen. Dann würden sie etwas mehr als 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Dienstag, 17. Oktober 2006 Unter den südosteuropäischen Ländern und den GUS-Staaten belegt das Land Platz 4. "In Südosteuropa und in der GUS sind 2005 insgesamt 400 Milliarden Dollar investiert worden, was eine absolute Rekordzahl ist", kommentierte der Koordinator der Welthandels- und Entwicklungskonferenz für Bulgarien, Neil Buhne. Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD hat als Ziel, den Handel zwischen Ländern mit einem unterschiedlichen Entwicklungsstand und hauptsächlich zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern zu fördern. Zur UNCTAD gehören heute 192 Industrie-, und vor allem Entwicklungsländer, deren Vertreter sich alle vier Jahre zu einer Konferenz zusammenfinden. Montag, 18. September 2006 Wie die Darik Nachrichten jetzt berichteten, planen britische Investoren, eine Formel 1 Strecke an der bulgarischen Küste in Kavarna zu errichten. Bürgermeister von Kavarna, Tsonko Tsonev, hat bereits mit den Investoren gesprochen und plant, den Vorschlag dem städtischen Rat am 26. September vorzustellen. Verwaltet werden soll die Rennbahn vor Ort. Die Investoren haben sich bereits bereit erklärt, Ausgaben für die Förderung junger Talente zu machen. Donnerstag, 3. August 2006 Das erwartete Wirtschaftswachstum Bulgariens im laufenden Jahr wird höher als die bisherigen Prognosen von 5 Prozent liegen und mindestens 5,6 Prozent erreichen. Das behauptet das Zentrum für Wirtschaftsentwicklung in einem Bericht. Allein im ersten Quartal ist die bulgarische Wirtschaft um 5,6 Prozent gewachsen. Hauptantrieb des Wirtschaftswachstums sind die Dienstleistungen. Laut dem Zentrum für Wirtschaftsentwicklung setzt das Wachstum in der Industrie und im Bauwesen zurück und in der Landwirtschaft stagniert es. Die Arbeitslosigkeit geht kontinuierlich zurück, die Investitionen in das Grundkapital steigen anhaltend an und die Kaufkraft der Bevölkerung zeigt eine steigende Tendenz auf. Die Preiserhöhung hat im ersten Halbjahr knapp 3 Prozent erreicht, wobei die Wirtschaftsexperten keine weitere Preissteigung im Sommer erwarten. Freitag, 21. Juli 2006 Studie: Drastische Steigerung der Produktivität als Basis Die Staaten Zentral- und Osteuropas (CEE) haben in den vergangenen zehn Jahren kräftig aufgeholt und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stark gesteigert. So liegt etwa das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der neuen EU-Mitgliedstaaten dieser Region schon um rund 50 Prozent über dem Wert Mitte der 90er Jahre, wie eine gemeinsame Studie der BA-CA www.ba-ca.com und des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche www.wiiw.ac.at ergeben hat. Darüber hinaus schrumpften die Aussenhandelsdefizite im Zeitraum zwischen 1999 und 2005 von sieben Prozent am BIP auf nunmehr drei Prozent. Als Basis dieser Entwicklungen haben die Experten eine drastische Steigerung der Produktivität ausgemacht. In den neuen EU-Mitgliedsländern ist diese jährlich um vier Prozent gestiegen, in den EU-15-Staaten dagegen nur um zwei Prozent und in den asiatischen Tigerstaaten wie Hongkong oder Singapur um drei Prozent. "Im Mittel- bis Hochtechnologie-Bereich, wie etwa der Fahrzeugindustrie haben die neuen Mitgliedsländer rascher als alle anderen Länder Marktanteile erobert und ihre Preissetzungsmacht verbessern können", erklärt BA-CA-Chefökonomin Marianne Kager. "In diesem Bereich bewegen sie sich schneller als die asiatischen Tigerstaaten, China und Indien." Den weiter fortgeschrittenen westeuropäischen Länder räumt die Studie demgegenüber vor allem bei unternehmensbezogenen Dienstleistungen einen Wettbewerbsvorteil ein. Langfristig rechnet Kager aber mit einem Angleichen der Einkommensniveaus sowie der Wirtschaftsstruktur der osteuropäischen Staaten an Westeuropa. Bei der Produktivität gäbe es etwa noch Steigerungspotenzial, so Kager im Gespräch mit pressetext. Im Vergleich zu anderen aufstrebenden Märkten wie China sieht die Expertin Osteuropa unter anderem wegen der geografischen und kulturellen Nähe zu Westeuropa im Vorteil. Darüber hinaus sei die Infrastruktur besser entwickelt und es herrsche insgesamt ein höheres Bildungsniveau. Während in der Region CEE vor allem die Slowakei, Ungarn, Tschechien und Polen die gute Entwicklung im Mittel- bis Hochtechnologie-Bereich tragen, schneiden die Kandidatenländer Kroatien, Bulgarien und Rumänien laut Studie in allen Aspekten der Wettbewerbsfähigkeit etwas schlechter ab. Sie müssten ihre Stellung stärker gegen die Konkurrenz der zweiten Welle der asiatischen Tigerstaaten, wie etwa Indonesien oder Thailand sowie gegen Länder wie die Türkei oder Mexiko verteidigen, kommt die Studie zum Schluss. China und Indien hätten zwar vor allem bei den Produktionskosten derzeit eine hohe Konkurrenzfähigkeit gegenüber Osteuropa, hängen aber in punkto Infrastruktur und Wirtschaftsumfeld nach. |